Ganz subjektiv - die neue Meinungsseite der FWG
Liebe Leserin, lieber Leser,
Perspektiven müssen nicht immer sein. Doch was zu sagen ist, wird gesagt. In freien Abständen werden wir hier künftig abwechselnd Rats- und womöglich auch Ortsgeschehnisse kommentieren und unser Medium damit noch interessanter machen. Viel Spaß dabei!
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Zur Ratssitzung am 26. Februar und zu einem Schreiben auf der Seite der örtlichen SPD:
Die abgelehnte Weiterleitung
Hat der Verfasser der "Meinung zur Bauleitplanung Fröbershammer" auf spd-bischofsgruen.de die Ratssitzung am 26.2.2009 selbst besucht? Falls ja, dann sei ihm höflich die Prüfung seiner Zeilen empfohlen.
Aktive Ratsarbeit ist freilich anspruchsvoll. Und wer als Ratsmitglied gemeindliche Entwicklung gestalten will, formuliert seine Vorstellungen im Idealfall schriftlich - auch Antrag genannt. Papier gilt bisweilen zwar als geduldig, doch wenigstens kann man es in Händen halten und sich das darauf Geschriebene wiederholt vor Augen führen.
Die
FWG hat in der letzten Kommunalwahl aktive Ratsarbeit versprochen. Dass sie
ihr Versprechen hält, zeigen auch die in den Gemeinderat eingebrachten
Anträge. Auch damit bemühen wir uns um konstruktive Arbeit für
unsere Gemeinde. Natürlich darf der Ratsvorsitzende beim Behandeln eines
solchen Antrags unserer FWG-Fraktion Misstrauen unterstellen. Wir selbst sehen
in unseren Anträgen zwar kein Misstrauen, sondern vielmehr produktives
Arbeiten zum Wohl unserer Ortsentwicklung. Der Antrag auf Parkplatzerweiterung
im Fröbershammer sollte lediglich der dortigen positiven Entwicklung
Rechnung tragen und die Umsetzung des Antrages auf die Fortsetzung dieser
Entwicklung vorbereiten. Besagter Antrag wurde unseres Erachtens nach intensiver
Diskussion und von Schwarzen wie Roten angedrohter Ablehnung in den Bauausschuss
verwiesen. Dort wird er dann weiter behandelt.
Das
eingangs genannte SPD-Schriftstück weiß da ganz anderes: Die SPD-Fraktion
meint offenbar, den Antrag erst abgelehnt und dann verwiesen zu haben. Vielleicht
habt ihr das in Gedanken getan, liebe Kolleginnen und Kollegen? Wir entsinnen
uns, dass ihr den Antrag genauso in den Bauausschuss verwiesen habt wie alle
anderen Ratsmitglieder auch. Eine ablehnende Entscheidung wäre uns entgangen,
wenngleich ihr euch sichtbar ablehnend benommen habt. Die Korrektur dieses
Lapsus wäre wirklich nett. Wenigstens für eine Richtung solltet
ihr euch entscheiden - und wenn sie auch noch so ablehnend sein mag. Die derzeitige
Formulierung auf spd-bischofsgruen.de riecht stark nach Meinungsmache frei
nach dem Motto "Wir sind die Macht". Das hat doch eine in der Zahl
so starke Fraktion nicht nötig, oder?
Noch weniger nett als eure doppelte Abstimmung finden wir, dass im selben Absatz unser Engagement im Rat regelrecht verunglimpft wird: "Gerade die Fraktion der FWG verhinderte eine frühere Auslegung..." steht da zu lesen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben nicht verhindert, sondern Hinweise und Ergänzungen eingebracht! Auch diese liegen dem Ratsgremium schriftlich vor. Das soll die Ratsarbeit verbessern, sprich ihre Qualität steigern. Und es soll auch zeigen, dass wir unsere Arbeit ernst nehmen. Seid doch wenigstens ein kleines bisschen dankbar für unser Engagement. Wir finden eures ja auch gut.
Natürlich
wollten wir im Bebauungsplanentwurf die Möglichkeit eines Imbiss ebenso
schaffen wie Platz für weitere Gastronomie! Wir wollten es - und ihr
wolltet es nicht. Deshalb haben wir auch den Bebauungsplanentwurf abgelehnt
- und ihr nicht. Wir wollten eben den Weg für mögliche innerörtliche
oder außerörtliche Investoren ebnen - und ihr nicht. Wir wollen
das übrigens auch heute noch. Denn kein Investor wird freiwillig Geld
ausgeben, wo er nicht die Chance sieht, im Wettbewerb zu bestehenden Einrichtungen
ebenfalls Geld zu verdienen. Und auch die Größe, die Lage und das
Aussehen einer so genannten Imbissbude hätte sich festschreiben lassen.
Doch natürlich freuen wir uns auch, wenn bestehende Gastronomie erweitert
und vielleicht nutzungsoptimiert wird. Wir freuen uns stets über Viel-,
aber nicht über Einfalt. Und wir hoffen, dass viele Mitbürgerinnen
und Mitbürger die Eingabefrist nutzen!
Mit unserem Parkplatz-Erweiterungs-Antrag haben wir übrigens keinen Schnellschuss gemacht, sondern nach vorn schauend gehandelt. Also haben wir exakt die Weitsicht bewiesen, welche uns der SPD-Schreiberling in Abrede stellt: Durch die Skischule gingen mindestens 30 Parkplätze verloren, weitere geplante Gebäude kosten zumindest nochmals so viele. Wir wünschen uns neue Gebäude, aber auch genug Parkfläche. Und wir hielten unseren Vorschlag für sinnvoll, was die SPD scheinbar nicht tut. Mit einem Imbiss, der durchaus auch attraktiv sein kann, wären womöglich drei oder vier Parkplätze verloren gegangen. Aber der dortigen Infrastruktur wäre ein guter Dienst erwiesen worden.
Während der FWG-Fraktion von der SPD also mangelnde Weitsicht unterstellt wird, zäumt der SPD-Schreiberling das Pferd offenbar von hinten auf: Ist das Verhältnis Parkplatz- zu Liftkapazität nun ausgewogen oder doch nicht? Wenn ich mich recht entsinne, liegt euch doch ein Vierer-Sessellift inklusive Pistenverbreiterung näher als ein größerer Parkplatz, liebe SPD-KollegInnen? Wenigstens haben wir die Diskussionsbeiträge am 26. Februar so verstanden. Stimmt das nicht, so belehrt uns bitte eines Besseren.
Wenn
wir richtig verstanden haben, so lasst Ihr also (wenigstens im Wunschdenken)
einen größeren Lift bauen und die Piste verbreitern. Mit einem
angemessen größeren Parkplatz wollt ihr euch aber offenbar nicht
befassen. Oder kommt der danach?
Die im Fröbershammer neu gebaute Skischule mit teils mehreren hundert
Skischülern und Skileihern am Tag ist zwar da. Den zusätzlich mitgebrachten
Fahrzeugen brauchen wir aber nicht Rechnung zu tragen? Unserer Meinung nach
hätte bereits diese Baumaßnahme mit einer Neuschaffung von Parkplätzen
einher gehen müssen. Doch lassen wir den Bauausschuss beraten - und hören
bzw. lesen wir genau (zu).
Wir für unseren Teil wünschen uns für den kommenden Winter eine noch bessere Skisaison mit viel mehr Besuchern als in dieser. Wir wünschen uns volle Parkplätze, Wirtshäuser und Geldbeutel, zufriedene Gäste und Einheimische. Und natürlich wünschen wir uns allen stets genug Weitsicht und rege Diskussionen.
Bis zum nächsten Antrag!
Ekkehard
Schwärzer
Manfred Nelkel
Dr. Markus Achenbach
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